Krebsvorsorge
Es ist wichtig zu wissen: Bei kaum einer anderen Krebsart hat die Früherkennung
einen so hohen Stellenwert wie beim Gebärmutterhalskrebs. Die
Heilungschancen liegen im Frühstadium bei fast 100 Prozent!
Daher ist die
Teilnahme an den jährlichen Früherkennungsuntersuchungen
unerlässlich.
Erkannt wird eine HPV-Infektion meist mittels eines
Zellabstrichs, der zum Vorsorgeuntersuchungsprogramm beim Frauenarzt
gehört.
Für den Pap-Abstrich, benannt nach dem griechischen Arzt George
Papanicolaou, werden Zellproben von der Scheide aus vom Muttermund und aus dem
Gebärmutterhalskanal entnommen, die danach in einem Labor angefärbt und unter
dem Mikroskop auf Veränderungen untersucht werden. Auffällige Befunde nach einem
Pap-Test bedeuten jedoch nicht immer, dass eine Krebs-Vorstufe vorliegt.
Wenn durch den Pap-Test starke oder auch lang anhaltende
Zellveränderungen festgestellt werden, müssen weitere Untersuchungen zur
Abklärung erfolgen.
Ein weiterer Test ist der so genannte HPV-Test. Dies
ist ein genetischer Test, der zur Nachuntersuchung von Patientinnen mit unklaren
Abstrichergebnissen sowie nach einer erfolgten Behandlung eingesetzt wird.
Während der Pap-Test eine rein zytologische Untersuchung des
Zellabstrichs ist, der auffällige Zellen nachweist, kann der HPV-Test das
Vorhandensein der genetischen Papillomviren-DNA (Desoxyribonukleinsäure) in den
Zellabstrichen konkret belegen und damit die ursächlichen Viren
identifizieren.