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Österreichisches Grünes Kreuz für Gesundheit
Österreichische Liga für Präventivmedizin |
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Zahnverlust bereits mit 40?
14.08.2008 12:07
70 Prozent aller Zahnverluste sind auf eine chronische Entzündung von Zahnfleisch und Kiefer zurückzuführen. Eine Studie aus Deutschland zeigt nun, dass bereits 70 Prozent aller 35-44-Jährigen unter einer Zahnbetterkrankung leiden.
Die Entzündung von Zahnfleisch und Kiefer, die Parodontitis, kann nicht nur zu Zahnverlust führen, sonder auch lebensgefährliche Folgen haben: Parodontitis erhöht nämlich sowohl das Risiko für einen Herzinfarkt als auch für einen Schlaganfall. Dabei zeigen jüngste Untersuchungen in Deutschland, dass 70 Prozent aller 35-44-Jährigen eine Zahnbetterkrankung haben. Mit steigendem Alter steigen auch diese Zahlen. Und in Österreich dürfte dies nicht viel anders aussehen. Verursacher für Parodontitis sind Bakterien, die von der Zahnoberfläche durch mangelhafte Mundhygiene nicht ordentlich entfernt werden und die Zahnwurzel entlang wandern. Bei einer Zahnbetterkrankung ist das Zahnfleisch dann nicht mehr mit dem Zahn verwachsen, sondern liegt nur noch lose an. Ein deutlich erhöhtes Risiko für Parodontitis haben Raucher, Diabetiker und Menschen, die unter Stress stehen. Auch eine genetische Disposition, die allerdings noch nicht genau erforscht ist, erhöht das Risiko.
Wie erkenne ich Parodontitis?
Je früher eine Parodontitis erkannt wird, umso eher kann man ernste Folgen der Erkrankung vermeiden. Die Österreichische Gesellschaft für Parodontologie empfiehlt, auf eine Reihe von Symptomen zu achten:
- Zahnfleischbluten beim Zähneputzen, bei Berührung oder beim Essen
- Geschwollenes/empfindliches Zahnfleisch
- Zurückgezogenes Zahnfleisch bzw. länger scheinende Zähne
- Eiteraustritt zwischen Zahn und Zahnfleisch
- Veränderung der Stellung der Zähne
- Mundgeruch
Wenn Sie zumindest eines der folgenden Symptome bei sich beobachten, sollten Sie den Zahnarzt aufsuchen. Stellt dieser eine Parodontitis fest, kann er sofort die Therapie einleiten. Diese beginnt mit einer ausführlichen Mundhygiene – der Entfernung sämtlicher Bakterien- und Zahnsteinbeläge von erkrankten Zähnen und Zahnwurzeloberflächen, insbesondere den Zahnfleischtaschen. Dies wird meist in mehreren Sitzungen und bei Bedarf mit örtlicher Betäubung durchgeführt. In manchen Fällen kommen auch Antibiotika zur Anwendung. Ist die Parodontitis weiter fortgeschritten, bzw. sind die Backenzähne befallen, geht der Zahnarzt chirurgisch vor. Ziel ist, tiefe Zahnfleischtaschen zu reduzieren und eventuell Knochendefekte aufzufüllen. Zur Verhinderung eines Rückfalls sind vor allem eine gute häusliche Mundhygiene (verwenden Sie geeignet Hilfsmittel wie Zahnseide und Zahnzwischenraumbürsten zusätzlich zur normalen Zahnbürste!), regelmäßige Kontrollen durch den Zahnarzt und eine professionelle Mundhygiene in der Praxis wichtig.
Quelle: Presseaussendung, Österreichische Gesellschaft für Parodontologie
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