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Österreichische Liga für Präventivmedizin – ÖLPM

Österreichisches Grünes Kreuz für Gesundheit
 
 
     

Diabetiker nicht ausreichend gegen Influenza geimpft

2011-12-08 10:17

 

Diabetespatienten gehören als chronisch Kranke zu den Risikogruppen für den schweren Verlauf einer Influenza-Erkrankung. Deshalb wird die Grippeschutzimpfung bei den Betroffenen als wesentliche präventive Maßnahme besonders empfohlen. Dennoch lässt sich nur rund ein Drittel der österreichischen Diabetespatienten gegen Grippe impfen.

 

Alle Jahre wieder: Österreich hat eine ausgesprochen "löchrige" Abwehrsituation in Sachen Influenza. Nicht einmal Hochrisiko-Gruppen werden offenbar ausreichend immunisiert, so das Ergebnis einer Studie des Wiener Instituts für Sozialmedizin, die auf Umfragen mit rund 15.000 diabetes- und herzkranken Teilnehmern basiert.

 

"Die Durchimpfungsrate mit Grippeimpfung bei Diabetespatienten in Österreich ist leider besonders niedrig", so Studienleiter Thomas Dorner vom Institut für Sozialmedizin der Medizinischen Universität Wien. „Außerdem hat sich ein beunruhigender Geschlechtsunterschied gezeigt: Von den männlichen Diabetikern in Österreich sind 39 Prozent gegen die Influenza geimpft, bei den Frauen mit Diabetes sind es nur 30 Prozent.“ Die gesammelten Daten legen den Schluss nahe, dass die Durchimpfungsrate bei Diabetespatienten in Österreich deutlich erhöht und zusätzlich eine geschlechtsspezifische Lücke ausgeglichen werden muss.

 

Die Influenza-Impfung ist für Diabetespatienten deshalb so wichtig, weil sie anfälliger für Infekte sind und ein höheres Risiko für Herzprobleme haben. So zeigen epidemiologische Untersuchungen, dass Zuckerkranke während einer Grippeepidemie sechsmal häufiger stationär behandelt werden und dreimal häufiger an Influenza oder grippebedingten Komplikationen sterben.

 

Grippetote nehmen zu

 

Eine Studie der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) hat erst vor kurzem belegt, dass zwischen 2001 und 2009 jährlich rund zwischen 1.000 und 1.200 Österreicher an der Influenza gestorben sind - Tendenz steigend. Gleichzeitig gab es 2010/2011 weniger Influenza-Impfungen als je zuvor. Die in Österreich mit der saisonalen Influenza in Verbindung stehende Übersterblichkeit zeigte die höchsten Werte in den Saisonen 2002/2003 (1.060 mehr Tote), 2004/2005 (1.102 mehr Tote) und 2008/2009 (1.192 mehr Tote). Der beobachtete steigende Trend geht Hand in Hand mit dem wachsenden Anteil der österreichischen Bevölkerung im Alter über 65.

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