Gesundheitsrisiko - Luftbefeuchter
Dr. Monika Breuer, HFK DGKS Irmgard Croce, Hygieneteam des Krankenhauses der
Barmherzigen Brüder in Wien
Mit Beginn der Heizperiode stellt sich wie
jedes Jahr die Frage: Was tun gegen die trockene Raumluft?
Durch zu
trockene Luft kann es zum Austrocknen der Schleimhäute in Mund, Hals und Nase
kommen, wodurch das Eindringen von Krankheitserregern in den Körper erleichtert
wird. Dies trifft z. B. für Erreger von Erkältungskrankheiten, grippalen
Infekten sowie für Erreger von Lungenentzündungen zu.
Um dem vorzubeugen,
gibt es verschiedene Möglichkeiten: vitaminreiche Ernährung, vermehrt trinken,
Räume regelmäßig lüften und die zusätzliche Luftbefeuchtung.
Nicht alle
Methoden der Luftbefeuchtung sind empfehlenswert:
* Die oft praktizierte
Methode der feuchten Tücher bzw. der Wassergefäße auf Heizkörpern ist die
einfachste Methode, die Luft anzufeuchten, allerdings nicht immer
ausreichend.
* Auch die Luftbefeuchter zum Aufhängen auf Heizkörpern können
Brutstätten für Bakterien sein. Durch Nachfüllen von Wasser, ohne das Gefäß
regelmäßig zu reinigen bzw. die Fliesmatten auszuwechseln, können im Wasser und
in den feuchten Matten Bakterien überleben und sich unkontrolliert vermehren.
Bei der Verdunstung des Wassers werden diese Bakterien an die Atemluft
abgegeben.
* Die anderen im Handel angebotenen Luftbefeuchter arbeiten nach
dem Prinzip der Verdampfung, Verdunstung bzw. Vernebelung. Die Verdampfer
erzeugen die feuchte Raumluft durch Erhitzen von Wasser. Durch diese Hitze
werden mögliche Krankheitserreger abgetötet. Geräte, die nach diesem Prinzip
arbeiten, stellen die sicherste Methode der Raumbefeuchtung dar.
* Bei
Verdunstern wird die Raumluft mit einem Ventilator durch eine feuchte poröse
Matte gesaugt. Daher sind sie aus hygienischer Sicht wenig problematisch, sofern
die Matte regelmäßig gereinigt (auswaschen) oder gewechselt wird. Das Wasser
muss ebenfalls nach Herstellerangaben gewechselt werden.
* Durch Vernebler
werden massenhaft kleinste Tröpfchen in die Luft geschleudert. Mit diesen
Tröpfchen können auch Krankheitserreger aus dem Wasser in die Luft
gelangen.
* Viele im Handel befindliche Geräte besitzen Wasserbehälter, die
schlecht zu reinigen sind. Aus diesem Grund muss man schon nach relativ kurzer
Zeit mit einer starken Belastung des Wassers mit Krankheitserregern rechnen.
Daher sind solche Geräte nicht zu empfehlen.
Veröffentlichung mit
freundlicher Genehmigung der Redaktion der Zeitung der Barmherzigen Brüder
"Granatapfel".