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Österreichische Liga für Präventivmedizin – ÖLPM

Österreichisches Grünes Kreuz für Gesundheit
 
 
   

Nahrungsergänzungsmittel für Freizeitsportler nicht notwendig

Freizeitsportler greifen gerne zu Nahrungsergänzungsmitteln, um ihre Leistung zu steigern. Dass dies bei ausgewogener Mischkost überhaupt nicht notwendig ist, sondern sogar schaden kann, warnten jetzt Experten auf einer Tagung der Agrarmarkt Austria. 

Laut aktuellem österreichischem Ernährungsbericht greift ein Drittel aller Breitensportler zu Vitamin-Supplementen, ein Viertel zu Mineralstoff-Präparaten. Dabei kann bei manchen Nahrungsergänzungsmitteln eine den Bedarf übersteigende Einnahme sogar negative Folgen haben. „Die isolierte Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen ist nicht zu verharmlosen. Sie können die Resorption anderer Nährstoffe beeinträchtigen beziehungsweise kontraproduktive Wechselwirkungen verursachen", erläutert Dr. Kurt Moosburger, Sportmediziner und Internist am PKH Hall in Tirol. So wirke zum Beispiel langfristiger Eisenüberschuss im Körper pro-oxidativ, beschleunigt also radikalische Reaktionen, welche etwa die Entstehung von Krebs begünstigen. „Isolierte Gaben von ß-Carotin lassen bei Rauchern das Risiko für Lungenkrebs ansteigen, und ein Zuviel an Magnesium verursacht zum Teil heftige Durchfälle.“

Natürlich kann eine Nährstoff-Unterversorgung mit Leistungseinbußen einhergehen. Ein durchdacht zusammengesetzter Speisealltag enthält jedoch alles, was Sportler für optimale Leistungen brauchten – ganz ohne unerwünschte Nebenwirkungen. Wer täglich bei den Top-Ten Sportler-Lebensmitteln Getreide, Kartoffeln, Obst, Gemüse, Milch, Fleisch, Fisch, Eier, Erbsen/Bohnen sowie Nüssen & Kernen zugreift, erspart sich nicht nur Nahrungsergänzungsmittel, sondern schafft damit auch die Grundlage für körperliche Fitness. Ein Beispiel dafür ist die Zufuhr von Magnesium über Lebensmittel wie Bohnen, Reis oder Roggenvollkornbrot. 

Richtiges
Timing 

Aber nicht nur was, sondern auch wann man es isst, macht einen Unterschied. Grundsätzlich empfiehlt sich nach einer Trainingseinheit die Zufuhr von Kohlehydraten und Kalium, etwa in Form von Nudeln, Kartoffeln oder belegten Broten in Kombination mit Fruchtsaft. Eiweißkomponenten beschleunigen die Auffüllung der Energiedepots und werden zudem zur Muskelbildung benötigt. Wer vorrangig zum Ziel hat, Muskelmasse aufzubauen, braucht deshalb jedoch nicht zu zusätzlichen Eiweißpräparaten greifen. Nimmt man nach dem Training eiweißreiche Snacks zu sich wie etwa ein Milkshake, Joghurt, Käse- oder Schinkenbrot, befindet sich der Muskel in der Aufbauphase und kann das Eiweiß besonders gut aufnehmen. Zu viel durch Präparate zugeführtes Eiweiß macht hingegen dick. 
 

Broschüre
 

Wer sich genau über Leistungsoptimierung durch Nahrungsmittel informieren möchte, kann das jetzt mit einer neuen, von Experten erstellten Informationsbroschüre der Agrarmarkt Austria tun; sie ist gratis erhältlich unter office@ama.gv.at.
   
 
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